Welches Holz heizt am besten? Die Holzarten im Vergleich
Hainbuche, Eiche, Buche, Esche, Birke, Nadelholz: Welche Holzarten am meisten heizen – und warum die Restfeuchte wichtiger ist als die Holzart.

„Welches Holz heizt am besten?“ Die Antwort überrascht oft: Bei gleichem Gewicht sind fast alle Hölzer gleichwertig. Erst bei gleichem Volumen zeigen sich die Unterschiede. Erklärung und Vergleich.
Gewicht oder Volumen: die entscheidende Frage
Ein Kilogramm trockenes Holz enthält etwa 4 kWh Energie, ob Eiche oder Fichte. Holz wird aber nach Volumen gekauft, im Raummeter. Ein Raummeter Eiche ist deutlich schwerer als ein Raummeter Fichte – und enthält daher viel mehr Energie. Den Unterschied macht die Dichte.
Die Holzarten im Vergleich
| Rang | Holzart | Energie je Raummeter (trocken, Richtwert) |
|---|---|---|
| 1 | Hainbuche | etwa 2.000 bis 2.200 kWh |
| 2 | Eiche, Buche, Esche | etwa 1.900 bis 2.100 kWh |
| 3 | Ahorn, Robinie | etwa 1.900 bis 2.000 kWh |
| 4 | Birke | etwa 1.700 bis 1.900 kWh |
| 5 | Kiefer, Lärche | etwa 1.500 bis 1.700 kWh |
| 6 | Fichte, Tanne | etwa 1.400 bis 1.600 kWh |
Richtwerte für Holz mit weniger als 20 % Restfeuchte.
Die Restfeuchte zählt mehr als die Holzart
Feuchte Eiche heizt schlechter als gut getrocknete Birke. Das Wasser im Holz muss erst verdampfen, bevor das Holz wirklich brennt – und das kostet einen großen Teil der Energie. Mit 50 % Feuchte verliert frisch geschlagenes Holz viel von seinem Wert; unter 20 % zeigt es seine volle Leistung. Lesen Sie, warum unter 20 % alles verändert.
Schnelle Hitze oder lange Wärme?
Das „beste“ Holz hängt auch von Ihrer Nutzung ab:
- Zum Anfeuern: Esche, Birke oder etwas Nadelholz, die schnell entflammen.
- Für lange Wärme: Eiche und Hainbuche, die langsam abbrennen und die Glut halten.
- Für alles: Buche, die Referenz für Kaminöfen, mit lebhafter Flamme und schöner Glut.
Unsere Empfehlung
Für Kaminofen oder Kamineinsatz wählen Sie trockene harte Laubhölzer: Buche, Eiche oder Laubholz-Mix für das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Und kombinieren Sie: eine lebhafte Holzart zum Anzünden, eine dichte zum Nachlegen.
Häufige Fragen
Ist das dichteste Holz immer das beste?
Nicht unbedingt: Sehr dichtes Holz wie Eiche zündet langsamer. Ideal ist die Kombination aus einer lebhaften Holzart zum Starten und einer dichten Holzart für lang anhaltende Wärme.
Ist Obstbaumholz ein gutes Brennholz?
Ja, Apfel, Birne oder Kirsche sind dicht und duften angenehm, sind aber selten in großen Mengen erhältlich. Sie eignen sich gut für gemütliche Kaminabende.


