Trockenes oder frisches Holz: So erkennen Sie den Unterschied
Farbe, Risse, Gewicht, Klang, Rinde, Geruch: die Anzeichen für feuchtes Holz – und die einzige wirklich zuverlässige Methode.

Frisch geschlagenes Holz kann über 40 % Wasser enthalten. Es zu verbrennen heißt, Energie zu verschwenden und den Schornstein zu verrußen. So erkennen Sie es.
Sichtbare Anzeichen
- Risse: Trockenes Holz zeigt radiale Risse an den Stirnseiten, vom Kern nach außen. Frisches Holz hat glatte, geschlossene Stirnseiten.
- Farbe: Die Stirnseiten von trockenem Holz sind matter, gräulich; bei frischem Holz heller oder kräftiger, manchmal feucht.
- Rinde: Bei trockenem Holz löst sie sich leicht; bei frischem Holz haftet sie fest.
Anzeichen beim Anfassen und Hören
- Gewicht: Bei gleicher Größe ist ein frischer Scheit deutlich schwerer.
- Klang: Schlagen Sie zwei Scheite aneinander. Trockenes Holz klingt hell, fast hohl; frisches Holz dumpf.
- Geruch: Frisches Holz riecht nach Saft; trockenes Holz riecht dezenter.
Anzeichen im Ofen
Feuchtes Holz erkennen Sie auch beim Verbrennen: Es zischt oder tritt Flüssigkeit aus, zündet schwer, qualmt stark und schwärzt schnell die Scheibe.
Die einzige zuverlässige Methode: das Feuchtigkeitsmessgerät
Die oben genannten Anzeichen geben eine Tendenz, keine Gewissheit. Um sicher zu wissen, ob Holz ofenfertig ist, messen Sie die Feuchte:
- Spalten Sie einen Scheit aus dem Inneren des Stapels.
- Messen Sie in der Mitte der frischen Spaltfläche, in Faserrichtung.
- Wiederholen Sie das an mehreren Scheiten.
Unter 20 %: Das Holz ist bereit. Über 25 %: Es überschreitet den gesetzlichen Grenzwert in Deutschland und muss weiter trocknen. Alles dazu in Restfeuchte: warum unter 20 % alles verändert.
Was tun mit zu feuchtem Holz?
Lassen Sie es trocknen: gespalten, überdacht gestapelt, vom Boden abgehoben und gut belüftet. Je nach Holzart dauert das einige Monate bis zwei Jahre. Verwenden Sie bis dahin bereits trockenes Holz.
Häufige Fragen
Wie lange muss frisches Holz trocknen?
Gespalten und belüftet unter Dach etwa ein Jahr bei Weichhölzern und zwei Jahre oder länger bei Eiche. Ungespaltenes Holz trocknet viel langsamer.
Ist frisches Holz gefährlich?
Es fördert Teerablagerungen im Schornstein, die das Risiko eines Schornsteinbrands erhöhen. Deshalb verbietet das deutsche Recht, Holz mit mehr als 25 % Feuchte zu verbrennen.


