Brennholz richtig auswählen: die 7 Kriterien, auf die es ankommt
Holzart, Restfeuchte, Scheitlänge, Verkaufseinheit, Aufbereitung, Lieferung, Preis: die sieben Kriterien für wirklich leistungsstarkes Brennholz.

Brennholz ist nicht gleich Brennholz. Zwei Angebote zum selben Preis können sehr unterschiedlich viel Wärme liefern. Diese sieben Kriterien sollten Sie vor dem Kauf prüfen.
1. Die Holzart: harte Laubhölzer bevorzugen
Eiche, Buche, Esche oder Hainbuche sind dicht: Bei gleichem Volumen enthalten sie deutlich mehr Energie als Nadelhölzer wie Fichte oder Kiefer. Sie brennen langsamer und bilden eine bessere Glut. Nadelholz hat seinen Nutzen beim Anzünden, eignet sich aber nicht als Hauptbrennstoff im Kaminofen.
Mehr dazu in unserem Artikel Welches Holz heizt am besten?
2. Die Restfeuchte: unter 20 %
Das wichtigste und am häufigsten unterschätzte Kriterium. Feuchtes Holz verschwendet seine Energie mit dem Verdampfen des enthaltenen Wassers, schwärzt die Scheibe und verrußt den Schornstein. Ziel ist eine Restfeuchte unter 20 %; der gesetzliche Grenzwert in Deutschland liegt bei 25 %. Fragen Sie immer nach der Restfeuchte und prüfen Sie sie idealerweise mit einem Feuchtigkeitsmessgerät.
3. Die Scheitlänge
Schauen Sie in die Bedienungsanleitung Ihres Geräts: Die meisten Kaminöfen und Kamineinsätze nehmen Scheite von 25 oder 33 cm auf, offene Kamine und Scheitholzkessel 50 cm oder mehr. Zu lange Scheite verhindern, dass die Feuerraumtür richtig schließt.
4. Die Verkaufseinheit
Raummeter, Schüttraummeter, Festmeter: Diese Einheiten stehen für unterschiedliche Holzmengen. Ein Schüttraummeter enthält deutlich weniger Holz als ein geschichteter Raummeter. Vergleichen Sie Preise immer in derselben Einheit; in unserem Shop steht der Grundpreis auf jeder Produktseite. Die Einheiten erklären wir in Raummeter, Festmeter, Schüttraummeter.
5. Die Aufbereitung
Gutes Brennholz ist gespalten, sauber und gleichmäßig. Zu dicke Scheite trocknen schlecht und zünden schwer; zu dünne brennen zu schnell ab. Hochwertige Scheite haben einen zum Feuerraum passenden Durchmesser und einen sauberen Schnitt.
6. Die Lieferung
Prüfen Sie Lieferzeit, Abladeart (lose abgekippt oder auf Paletten), eventuelle Kosten und die Zufahrtsbedingungen für den Lkw. Eine gut organisierte Lieferung erspart viel Ärger. Unsere Tipps: die Brennholzlieferung vorbereiten.
7. Der tatsächliche Preis
Der angezeigte Preis allein genügt nicht: Setzen Sie ihn ins Verhältnis zur tatsächlich verfügbaren Energie. Trockenes Eichenholz, das je Raummeter etwas mehr kostet, heizt stärker als billigeres, feuchtes Mischholz. Berücksichtigen Sie auch Lieferung und Mehrwertsteuer: Nur ein Endpreis inklusive Lieferung ist vergleichbar.
Zusammengefasst
- Harte Laubhölzer mit weniger als 20 % Restfeuchte.
- Eine zum Gerät passende Scheitlänge.
- Preise in derselben Einheit vergleichen, inklusive MwSt. und Lieferung.
Alle Kriterien finden Sie ausführlich in unserem Ratgeber Brennholz.
Häufige Fragen
Kann ich frisches Holz günstiger kaufen und selbst trocknen?
Ja, wenn Sie Platz und mindestens ein bis zwei Jahre Vorlauf haben. Das Holz muss gespalten und überdacht, vom Boden abgehoben und belüftet gelagert werden. Ohne diese Bedingungen ist ofenfertiges Holz wirtschaftlicher.
Sollte man Nadelholz meiden?
Nein, aber nutzen Sie es zum Anzünden: Es fängt schnell Feuer, brennt aber rasch ab und erzeugt mehr Funkenflug. Zum Heizen sind harte Laubhölzer je Raummeter leistungsstärker.


